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SKH Friedrich August und seine Hansa-Wagen

 

GROSSHERZOG FRIEDRICH AUGUST
*16. November 1852 in Oldenburg
+24. Februar 1931 in Rastede

war der älteste Sohn des Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter von Oldenburg und seiner Frau Elisabeth,
geb. Prinzessin von Sachsen-Altenburg.

Die persönlichen Interessen von Großherzog Friedrich August lagen überwiegend im technisch-nautischen Bereich. Neben seinem Engagement für die Seefahrt war er auch ein Bewunderer der neuen Automobile. Stolz war er darauf das in seinem Oldenburg das Hansa-Automobilwerk, Varel, ansässig war. Zeitweilig erwarb der Großherzog eine Beteiligung an dem Vareler Unternehmen.


Bild links:
1913 - Großherzog Friedrich August
in seinem Hansa-Wagen.
 


Friedrich August und seine Hansa-Automobile

Schon der erste Wagen den der Landesherr im Sommer 1911 ausgeliefert bekam, fand bei Friedrich August großen Anklang. Bereits im November 1911 bekam er den zweiten 45-PS-Wagen für seinen Fuhrpark. Es war eine Limousine. Auf der Berliner Automobilausstellung, im Oktober 1911, bildete dieser Wagen eines der am meisten bewunderten Schaustücke. Er fiel durch seine Form- und Farbgebung auf. Räder und Rahmen waren rot lackiert, die Karosserie dunkelblau, die Oldenburger Landesfarben. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 90 km/h. Wie zufrieden der Großherzog mit den Hansa-Automobilen war, zeigte sich darin, dass er in knapp 18 Monaten zusätzlich mehrere
Hansa-Wagen orderte: im Mai 1910 für die Großherzogin ein Landaulett und im August 1911 einen großen Sport-Doppelpheaton und außerdem einen Küchen- und Gepäckwagen für seinen Fuhrpark.

Erzielte ein HANSA-Wagen einmal einen Sieg bei einem motorsportlichen Ereignis,
versäumte es der Großherzog nie ein Anerkennungsschreiben nach Varel zu schicken:
"Spreche Ihnen meine besondere Freude zu neuem Erfolg aus. Friedrich August"



1911 - Der Großherzog auf dem Weg nach Oldenburg. Von seinem Schloß in Rastede fuhr er über die Nadorster Chaussee nach Oldenburg. Die Oldenburger freuten sich wenn ihr "Landesvater" an ihnen vorüber fuhr.



Bild oben:
Abgesehen von den beider Vordersitzen war hinten Platz für vier Personen, wobei zwei der
Fahrgäste mit Notsitzen Vorlieb nehmen mussten. Für den Großherzog und einem Begleiter standen selbstverständlich im Fond zwei breite Klubsessel zur Verfügung die in mattschwarze Leder ausgestattet waren. Zur Kontrolle des Wagenlenkers diente ein im Fond montierter Tachometer.



1915 - Großherzog Friedrich August in seinem Kriegsauto.



KURZE GESCHICHTE DER HANSA-AUTOMOBILWERKE, VAREL
1905, nur 20 Jahre nach Erfindung des Automobils wurde von Dr. Robert Allmers und dem Ing. August Sporkhorst die Hansa-Werke gegründet.
1907 wurde mit der Errichtung eines Fabrikgebäudes in Varel begonnen.
1911 erwirbt Friedrich August seinen ersten in Varel gebauten Wagen.
1914 Fusion mit der Autofabrik NAMAG, Bremen zur HANSA-LLOYD.

1930 musste das HANSA-LLOYD Werk in Varel schließen.
Die Aktienmehrheit hatte Borgward übernommen. Sowohl HANSA als auch LLOYD wurden Automobilmarken der Borgward-Gruppe.




 

Das Signet der Hansa-Werke

Besichtigung des Hansawerkes durch den Großherzog. Von links: Dr. Robert Allmers, dann der Bürgermeister von Varel, Allmers Schwiegervater Koppen, Der Großherzog Friedrich August, ein Hansa-Ingenieur, Allmers Schwager Koppen und der Ingenieur August Sporkhorst.



 

18. Juni 1912

Der Großherzog besucht "seine" Automobilfabrik in Varel. Für die Strecke Oldenburg-Varel nutzte er natürlich seinen
45-PS-Hansa-Wagen.
Er besichtigte das Werk und die Arbeitersiedlung.

Interesse bekundete der Großherzog aber erst beim Gespräch über die Technik der von ihm bestellten Hansawagen.
 


 

Aufwendig war die Beleuchtung bei den großherzoglichen Wagen. Bei den Nacht-fahrten dienten zwei mächtige mit Autogas gespeiste Schmitt´sche Scheinwerfer für die nötige Sicht.

Bild links:
Der Großherzog als Werbeträger für die Scheinwerfer der Metallwerke Schmitt.
 


1913 - Auch solch ein Hansa-Doppelpheaton befand sich im Besitz des Großherzogs.