Im Mittelalter wurden für unheilbar und ansteckend Kranke isolierte Siechenhäuser mit einem Friedhof vor den Toren der Stadt gebaut. In Oldenburg wird erstmals 1345 das Siechenhaus beim Gertrudenfriedhof erwähnt. Ab dem 17. Jahrhundert ließen sich auch einige wohlhabende Bürger auf dem Gertrudenfriedhof beisetzen. Sie wollten in der Natur, fernab vom städtischen Treiben, ihre letzte Ruhe finden. Im Jahr 1649 erhielt der Gertrudenfriedhof eine Mauer mit Eingangstor und 1791 wurde der Friedhof dann endgültig von der Lambertikirche zum Gertrudenfriedhof verlegt.
1890
Die mächtige Linde auf diesen Bildern war bereits mehrere hundert Jahre alt. Der Sage nach (siehe nächste Seite) pflanzte sie ein unschuldig verurteiltes Mädchen. Bei einem Sturm im Jahre 1903 verlor die Linde bereits drei ihrer Äste. In den 30er-Jahren brach sie endgültig zusammen. Die Bilder auf dieser Seite zeigen das Sterben dieses mächtigen Baumes. An gleicher Stelle wurde eine neue Linde gepflanzt, die heute an die alte Linde erinnert.